Mein persönliches ABC des Bloggens

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Mittlerweile hat sich das Bloggen zu einem wichtigen Teil meines Lebens entwickelt. Vor einigen Jahren  habe ich meine Gedanken handschriftlich festgehalten, aktuell sind es die Webtagebücher, die meine Gedankenergüsse aushalten müssen.

Auch, wenn die Blogs Freizeitvergnügen sind, heißt das nicht, dass ich sie nicht mit viel Leidenschaft betreiben würde. Es steckt viel Zeit, Engagement und Liebe drin. Neben dem schreiben an sich, betreibe ich oft viel Recherche. Es muss installiert oder verworfen werden. Die Pflege ist auch nicht in 5 Minuten getan. Aber, dazu zwingt mich ja niemand.

Ein Blog zu führen, bedeutet auch Kontakte zu knüpfen, sie zu pflegen und regelmäßig bei den Kollegen vorbei zuschauen, zu lesen und zu kommentieren. Eine Bloggerin, wo ich regelmäßig lese, ist Claudia Dieterle, ihres Zeichens Autorin von Ratgebern zum Alltag. Sie gehört auch zum Zielbar-Team und hat mich schon das eine oder andere mal zu einem Beitrag inspiriert.

Heute auch wieder dazu, mein persönliches #BlogABC zu erstellen. Das im Rahmen einer Blogparade von Burkhard Asmuth.

Der Motor, das Herz und die Seele eines Blogs sind die Artikel. Was wäre ein Blog ohne? Diese Blogartikel können – je nach Thema – auch schon mal Arbeit machen. Arbeit, die ich als solche TG-logo.pngaber nicht empfinde, da ich versuche, mit Leidenschaft und Engagement in meiner Schreiberei authentisch zu sein. Authentizität halte ich für wichtig, will man in der großen Masse der Blogger überhaupt gesehen werden. Blogs gibt es wie Sand am Meer. Manche Blogger versuchen andere mit Guru-Methoden zu fangen, andere versuchen es, in dem sie interessantes schreiben und das möglichst im guten Stil. Dann kann man auch Themes aus dem Alltag aufgreifen, die ihre Anhänger finden.

Damit man beim Bloggen im täglichen Business eine Rolle spielt, sollte man den Blick auf die Blogosphäre nicht verlieren. Ohne Beziehungen zu anderen Bloggern, erschwert man sich das Ankommen nämlich. Wer nie in der Blogosphäre spazieren und kommentieren geht, sollte sich nicht wundern, wenn  es bei ihm still bleibt. Eine Bloggerhand wäscht die andere.  Dann werden auch die eigenen Blog-Beiträge gelesen und kommentiert. Dass Blogs m.E. für das B2B taugen, sei nur mal am Rande erwähnt. Die „Tiefen“ kennen die Marketing-Fachmenschen besser.

Blogbeiträge sind wichtig und die Seele des Blogs. Das habe ich ja schon gesagt. Sie bringen den Content in den Blog. Content ist die Summer der Informationsinhalte eines Beitrags. Das ist der Text selber, aber auch Grafiken, Charts, Tabellen, Unterhaltsames u.s.w. Dieser Content ist idealerweise für die Nutzer (Leser) von Nutzen. Der Inhalt verfügt über den sogenannten Mehrwert.

Ein Blog ist kein Quicky. Er ist etwas von Dauer, oder anders gesagt, er sollte es sein. Ohne Ausdauer wird das nichts. Bis man sich etwas etabliert, braucht es Zeit. Ist man noch in der Phase zu überlegen, ob es ein Blog wird, dann unbedingt daran denken: eine gute Domaine erleichtert einem manches. > Will man einen Katzenblog machen, dann hilft die Domaine: „www.enemänemiste.de“ höchstwahrscheinlich nicht.

Jeder Blogger definiert Erfolg für sich möglicherweise anders. Der eine sieht nur das urozeichen, ein anderer misst den Erfolg an den Ergebnissen in den serps, ein anderer wiederum nimmt die Kommentare als Gradmesser für Erfolg. Ein entscheidender Faktor, um den Erfolg für sich zu verbuchen ist Engagement. Viele Leser haben ein sehr gutes Gespür, ob ein Blogger engagiert ist, oder nicht.

Und wer sich engagiert um seinen Blog kümmert, der hat Freude daran. Etwas, dass man möglichst lange machen möchte, funktioniert nur, wenn es Freude macht. Und wenn man lange genug mit Freude dabei ist, finden sich möglicherweise auch Freunde. Ich meine damit nicht die imaginären Freunde, die man für Facebook und Co. Im Pfund billig kaufen kann.

Die Gemeinschaft von Bloggern halte ich für nützlich und wichtig. Nicht jeder kann sich mit jedem vertragen, aber man sollte schon einige Kontakte pflegen. Auch kleinere Gruppen, die intensiver miteinander umgehen (sich austauschen), können sehr nützlich sein.

Vor dem Blog kommt, sich einen Hoster auszusuchen. Jeder mag da etwas andere Prioritäten haben. Wer sich vielleicht noch nicht zutraut, einen Blog selbst zu installieren, sucht sich einen Hoster mit 1-Klick Installation oder jemanden, der die Installation vom Blog als Dienstleistung übernimmt.

Wer gute Blogbeiträge schreiben will, brauch Recherche – Informationen. Wer aber noch nach der Idee für den nächsten Artikel sucht findet Inspirationen auf anderen Blogs, oder vielleicht in Internetforen.

Bei der Ideenfindung kann man sich an den Jahreszeiten orientieren. Selbstgebastelte Ideen fürs Schenken erreichen in der Weihnachtszeit vermutlich mehr Leser, als in den Sommerferien. Jetzt ist da der richtige Zeitpunkt.

Kommentare sind für mich das, was für den Künstler der Applaus ist. Ohne Kommentare brauche ich kein Blog. Da tut es eine Webseite. Sie sind das Salz in der Blog-Suppe. Einen weiteren Punkt möchte ich hier erwähnen. Das ist Kritik. Man sollte sich als Blogger der Kritik nicht verschließen. Ich meine sachlich und höflich angebrachte konstruktive Kritik und nicht „Jammer-Kommentare“ unzufriedener Besucher. Ich kenne Blogger, die hetzen und lästern überall nur, ohne selbst zu merken, dass sie ihre eigene Unzufriedenheit mitteilen.

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Die Leidenschaft hab ich ja auch schon kurz angesprochen. Bloggt jemand mit Lust, Laune und Leidenschaft, merkt der Besucher das im Laufe der Zeit. Nichts ist schlimmer als langweilige Beiträge ohne Leidenschaft.  Lästern über andere hat für mich auf einem Blog nichts zu suchen.

Wer frisch ist als Blogger, den wird es noch nicht jucken. Wer länger dabei ist, der wird es schon mal erlebt haben, dass die Motivation nicht immer Top ist. Dann gilt es, sich neu zu motivieren oder sich motivieren zu lassen. Man sollte sich davon auch nicht entmutigen lassen.

Zu den No-Gos beim Bloggen zählen für mich: Abkupfern, fehlende Netiquette, schlechte Recherche und die Nichterwähnung seiner Quellen. Hinzu kommen noch optische Entgleisungen oder den maßlosen Einsatz von Popups und Bettelfenster für Newsletter.

Gegen ein gewisses Maß an Organisierung spricht auch für mich als Hobby- und Leidenschafts-Blogger nichts. Ich mach mir zwar keinen Redaktionsplan übers Jahr oder den Monate gesehen. Todo-Listen hingegen finde ich aber eine Erleichterung. Wenn man sich eventuell etwas schlechter merken kann, dann sollte man wenigstens wissen, wo man es nachlesen kann.

Einerseits sind Plugins eine Hilfe, andererseits muss man sie auch schon mal im Auge behalten. Ich achte darauf, nicht zu übertreiben und setze auch nur neue Plugins ein, deren letzte Aktualisierung nicht ein halbes Jahr oder länger zurück liegt. Manche Plugins verführen schon mal, aber da muss man sich eben bremsen können. Jedes Plugin kann auch eine potenzielle Fehlerquelle sein.

Zum guten Ton der Blogger gehört es für mich einfach, seine Quellen zu benennen. Fremde Federn sind kein wirklicher Schmuck und auf Dauer zahlt sich der anständige Weg aus.

Zum Buchstaben R fällt mir ein, dass die Regelmäßigkeit bei der Veröffentlichung von Blogartikeln ratsam ist. Ich gestehe, dass es mir auch nicht immer gelingt, aber große Ausreißer hab ich auch nicht. Zur Verständnis. Es ist besser über das Jahr gesehen, jeden Monat einen Artikel online zu stellen, als im Januar sechs und im August sechs.

Als Blogger sollte man das Thema Sicherheit nicht außer Acht lassen. Vielleicht kümmert sich der Hoster bereits um vieles oder hat ihn damit beauftragt. Ansonsten sollte man sich da durchaus informieren. Das kann in Blogs sein, in Bloggerforen, im jeweiligen Supportforum oder über andere Kanäle im Internet.

Wer mit seinen Blog-Beiträgen „glänzen möchte, für den sollte der Begriff: Unique = einzigartig kein Fremdwort sein. Man erreicht logo52.pngmit Einzigartigkeit mehr. Das wird aber in der Lebensregel: „Anstand“ bereits vorgegeben. Unter anderem on da kommt auch die Beachtung vom „Urheberrecht“.

Für meinen Blog hier kann ich sagen, dass ich versuche die Vielfalt zu beachten, ohne aber ganz breit zu streuen. Und wenn ich mal etwas in einem Beitrag aufgreife, wo ich selber aber wenig dazu sagen kann, dann verlinke ich aber auf eine gute Informations-Quelle.

Beim Buchstaben W drängt sich die Erwähnung von WordPress ja auf. Gut und einfach, also einfach gut. Das werden viele Mitblogger  bestätigen.

Xing wird auch als social-Button gerne genommen. Ich find Xing ist in beruflichen- Jobthemen sicher eine gute Plattform.

Vielleicht gewinne ich beim Y keinen Kreativitätspreis, aber mir fällt da so aus der Hüfte raus das SEO Plugin von Yoast ein. Man liest recht häufig, das sei das SEO-Plugin schlechthin. Ich finde es auch gut, am besten ist aber immer, man macht sich sein eigenes Bild.

Vielen Bloggern wird es wie mir gehen. Ein Blog braucht Zeit. Pflege, Recherche und schreiben kann sich schnell mal summieren. Ich richte da ein durchaus kritisches Auge bei mir drauf. Ob man als Blogger zwingend eine Zielgruppe definieren muss, das darf strittig betrachtet werden. Hier im Blog wurde das unter anderem auch schon angeregt diskutiert.

Soweit mal meine two cents zum #BlogABC. Ich hoffe es gibt etwas davon wieder,  was mir im Blog wichtig ist. Stellvertretend für andere Alphabete, die ich hier schon behandelte, möchte ich gerne auf das ABC gegen den Hass hinweisen.

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

10 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Hallo Hans,

    herzlichen Dank für die wirklich nette Erwähnung. Du hast ja teilweise noch mehr als 2 Punkte pro Buchstabe, alle Achtung. Ein interessantes Blog-ABC mit guten Tipps für Blogger. Es war wieder eine Freude, Deinen Artikel zu lesen, kurzweilig geschrieben, genau der Stil, der mir gefällt. :-)

    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      ist selbstverständlich und gerne geschehen mit der Nennung meiner Inspiratorin. Heut ist ja Einsendeschluss. Kam also gerade richtig ;-)
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    Ein sehr schönes BlogAbc. Komischerweise, hatte ich schon vor längerer Zeit überlegt, ein Blogger ABC zu machen und immer überlegt, was schreibe ich zu welchen Buchstaben.
    Jetzt weiß ich Bescheid. Vielen Dank für Deinen inspirierenden A – wie Artikel. :)
    LG Timm

    • Hallo Timm,
      schön, wenn dich mein #Blog-ABC inspirieren konnte. Ich geb einen Teil des Dankes an Claudia weiter, die mich anregte.https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif das Alphabet zu schreiben.
      HG Hans

  • Ich habe ja einige ABCs dieser Parade gesehen. Das ist aber wohl der umfangreichste Beitrag dazu. Eine Aussage hat mir dabei ganz besonders gut gefallen: „Ein Blog ist kein Quicky“. Den häng ich mir über den Schreibtisch!

    LG und einen schönen 2. Advent,

    Thomas

    • Hallo Thomas,
      danke. Ich hoffe, ihr hattet einen angenehmen Advents-Nikolaus-Sonntag.
      Schnell, schnell geht beim Bloggen nun mal nicht ;-)
      LG Hans

    • Servus Uschi,
      danke für deinen Besuch und Kommentar. Da gibt es bestimmt einiges, was sich da schreiben lässt. Bin gespannt.
      Lieben Gruß Hans

  • Cooles Blog-ABC, Hut ab. Der Spruch „Ein Blog ist kein Quicky. “ kann so in die Geschichtsbücher eingehen. ;-) Ich überlege schon wie ich daraus ein visuelles BlogABC machen kann. Für euch wäre die nächste Schwierigkeitsstufe den jeweiligen Buchstaben am Satzanfang haben zu müssen… :-)

    • Hallo Timothy,
      und danke für deinen Kommentar. Den jeweiligen Buchstaben an den Satzanfang zu stellen, sollte nicht das Problem sein. Ihn aber mit einem sinnigen Begriff zu versehen könnte ein klein bissel tricky(er) sein.
      HG Hans

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