Richtig streiten – Konflikte als Chance?

Alltag-Beitragsbild

Wo Menschen sind, da menschelt es. Da, wo wir zusammen sind, kommt es auch mal zu Konflikten und Streit. Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche. Das Leben ist nun mal nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Jeder steht für sich ein.

Die meisten Menschen mögen keine Konflikte. Kaum einer mag sich streiten.  Manches wird mit sich selbst ausgemacht und vieles brodelt in uns weiter und kocht irgendwann doch mal über. Dann ist es schwierig(er) den Konflikt zu lösen. Dass ein Konflikt nicht automatisch schlecht ist, möchte ich hier aufzeigen.

„Die Ältesten werden Mut unterstützen, wo Angst ist, Einigungen beflügeln, wo Konflikt ist, Hoffnung bringen, wo Verzweiflung ist.“
Nelson Mandela

Warum ist ein Konflikt eine Chance? Eine Chance auf was?

for-likWir Menschen werden im Zusammenleben mit anderen Menschen/der Partnerin, immer mal Konflikten ausgesetzt sein. Konflikte sind im Alltag und im Beruf allgegenwärtig. Sie mögen uns unbequem erscheinen, bieten uns aber auch die Chance etwas zu verändern. Sie zeigen uns auf, wo es Probleme gibt. Sie bieten uns die Möglichkeit gestärkt aus dem Streit rauszugehen, so wir ein Agreement getroffen haben. Man lernt sich (noch) besser kennen, man kommt sich (noch) näher. Man lernt (noch) mehr über sich. Man lernt ganz allgemein dazu.

Einen guten, konstruktiven Streit zu führen ist natürlich nicht ganz einfach. Beide Parteien haben Ansprüche, Gefühle und Wahrnehmungen. Ich hab mal über ein Jahr eine „Ausbildung“: „Coaching: Kommunikations- und Konfliktmanagement“ gemacht. Da wurde uns ganz früh ein Leitsatz von Paul Watzlawick einem Kommunikationswissenschaftler mit gegeben:

Man kann nicht nicht kommunizieren

Das heißt, selbst, wenn wir verbal nicht kommunizieren, drücken wir uns nonverbal aus. Diese Sprache richtig zu deuten und einzusetzen ist hilfreich. Je emotionaler einer ist, je deutlicher er sich nonverbal verhält, desto kniffeliger wird möglicherweise das Streitgespräch.

Und noch etwas kommt dazu. Die meisten von uns haben „richtig“ streiten ja auch nicht gelernt. Ich weiß nicht, wie oft meine Eltern zu uns Kindern gesagt haben: „Streitet euch nicht. Seit brav„. Vielleicht hieß es mal: „lass die das mal alleine austragen„, aber öfter wurde zu viel Streit gemaßregelt.

Als Erwachsener werden wir schon mal gehört haben, dass Streit sogar gut sein kann. Hm, warum das? Nun, wenn wir bspw. wissen, was uns wichtig ist und wenn wir gemeinsam schauen, wie wir die jeweiligen Bedürfnisse gerecht zusammenfügen können, löst sich ein Konflikt. Wenn wir dem Gegenüber zeigen: Ich achte dich. Ich behandele dich mit Respekt. Ich wünsche mir von dir das selbe, dann wirkt sich das in den meisten Fällen positiv aus. Unsere Körpersprache ist dann auch viel freundlicher.

Einladung zum Streit

Ganz ohne Konflikte und resultierenden Streit geht es im Leben nicht. Weder im Beruf, noch privat. Das wissen wir. Nehmen wir mal die Partnerschaft. Wenn wir mögliche Logo-tages-gedankenAuslöser für Streit verdrängen, wenn wir unsere Be­dürf­nis­se nicht offen legen, weil wir den „Friede, Freude, Eierkuchen“ ja so gerne mögen. Und damit der noch besser schmeckt, ziehen wir zum essen auch noch die rosarote Brille an. Wenn wir nicht für unsere Interessen einstehen, dann öffnet sich irgendwann ein Ventil. Dann knallts. Wer seine Wünsche nicht äußert und des lieben Friedens Willen den Mund hält, der wird unzufrieden.

„Ums Wort geht, wie ich denke, der Streit,/ über die Sache besteht Einigkeit.“ Seneca

Laden wir uns hingegen gegenseitig ein, eine Auseinandersetzungen freundlich und höflich zu führen, besteht immerhin die Chance auf Klärung. Besser wir reden konstruktiv miteinander, als Ärger und Wut in uns zu lassen. Alles runter schlucken und in uns rein fressen ist giftig und macht im schlimmsten Falle sogar krank. Von Harmonie ist weit und breit nichts zu sehen. Dann ist ein niveauvoller Streit allemal besser. Und da Wut kein gutes Fundament für eine faire Konfliktlösung ist, schmeißen wir die vorher raus.

Richtig streiten?

Zunächst ist mal das wichtigste, dass beide Parteien eine Klärung wollen. Wenn einer nicht will, dann wird das nichts werden. Ein paar Grundsätzlichkeiten haben sich in solchen Gesprächen bewährt. Dazu gehören, dass man möglichst keine „Du“ Sätze verwendet. Wir wollen den Partner ja nicht anklagen, sondern unsere Wünsche äußern. Wenn ich meinem Gegenüber Schuld zuweise, weckt das möglicherweise nur neue Emotionen.

Logo-tages-gedankenIch möchte dem (Streit)-Partner verdeutlichen, was ich auf dem Herzen habe. Nicht verallgemeinern. Bsp. „Das macht man nicht„. Pauschalisierungen wie: „Immer“ und „niemals“ gehören auch nicht zu einem guten Streit. Besser könnte sein: „Es hat mich sehr traurig gemacht, dass die Situation XY so war. Ich wünsche mir….“. Das könnte ein „ich“-Satz sein, ohne den anderen anzugreifen, ihm aber bewusst zu machen, welche Handlung etwas auslöste, und wie ich es mir besser vorstellen kann.

Nicht beleidigen und nicht provozieren sollte ja wohl selbstverständlich sein. Ich möchte ja zu meinem Streit(P)artner fair sein und ihn achten. Ihn mit Respekt behandeln. Da sind Beleidigungen völlig fehl am Platz. Eine „Schlichtung sollte man unter 4 Augen vollziehen und man lässt sich natürlich gegenseitig ausreden. Man hört sich natürlich zu. Sich zwischen Tür und Angel zu streiten dürfte sehr wahrscheinlich erfolglos sein. Daher: „take your time“.

Der Worst Case wäre, dass die Fronten total verhärtet sind. Dann kann man sich einen Schlichter suchen. Eine neutrale Person  oder je nach Härtegrad (Arbeitsplatz) eine(n) MediatorIn, die/der lenkt.

Wir finden in der menschlichen Natur drei Gründe für Streit: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Ruhmsucht. Thomas Hobbes (1588 – 1679)

Am Ende eines Streites hat man (im Idealfall) eine Lösung, einen Kompromiss. Einen gerechten Kompromiss, der beide Seiten gleichermaßen zufrieden stellt. Sieht sich einer als „unterlegen“ an, dann ist es ein „fauler Kompromiss“, der keinem hilft.

Konflikte am Arbeitsplatz sind meist etwas komplizierter, können aber Chancen einräumen. Gerade unter zerstrittenen Kollegen gilt es, das Klärungsgespräch sachlich zu halten. Hier ist unter Umständen ein „Moderator“ sinnvoll. Aber auch in diesen Streitgesprächen können sich die Kollegen näher kennen lernen. Meist näher, als während der normalen Arbeit. Außerdem kann der Teamgeist gestärkt werden. Davon können Team und Unternehmen profitieren.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass man ständig Zoff anzetteln soll, damit es mit den Kollegen klappt. Als Arbeitgeber ist man besser beraten, präventive Maßnahmen zu treffen, um Konflikte und Mobbing zu vermeiden. Einen Streit zu schlichten, kostet ja auch Zeit und Kraft. In einem angenehmen Betriebsklima streitet man sich weniger.

Die Moral von der Geschichtfazit

Konflikte haben auch ihre gute Seite, da sie aufzeigen, wo etwas im Argen liegt, dass man dann bereinigt. Konflikte unter den Teppich zu kehren, birgt die Gefahr, dass sie dort unbemerkt weiter schwelen und im schlimmsten Fall ein großes Feuer entfachen. Schuldzuweisungen bringen in der Schlichtung nicht wirklich weiter. Auch ist es wenig erfolgversprechend stur an seinem Standpunkt festzuhalten. Eine konstruktive Lösung gibt häufig neue Impulse und schweißt zusammen. Die produktivsten Konflikte sind die, in denen man nach ein paar Regeln nach einer Lösung schaut, die beide Seiten als gerecht empfinden.

Konfliktlösung heißt, sachlich und in Ruhe unsere Bedürfnisse und die des Gegenübers zu erkennen und nach Möglichkeiten zu suchen, sie wechselseitig zu erfüllen. Ungelöste Konflikte verschlechtern das Klima (Arbeitsklima) untereinander und behindern Veränderungen. Wenn man gerade einen mächtig dicken Hals hat, wird ein Streitgespräch wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Mit diesem Beitrag bin ich auch einer Einladung von Christina Wenz (Mediatorin, Konfliktcoach und Juristin) gefolgt. Nämlich Konflikte als Chance  zu sehen. Oder anders gesagt, das Ziel mit zu verfolgen, den „schlechten Ruf“ von Konflikten und Streit zu verbessern. Auseinandersetzungen müssen uns nicht zwangsläufig erschrecken oder ängstigen. Mit Sachlichkeit, Respekt und Achtung und unter Beachtung einiger Spielregeln, kann ein Streit auch sehr fruchtbar sein.

Natürlich freue ich mich über Eure Ansichten.
Geht ihr Streit lieber aus dem Wege? oder
Bergen Konflikte auch eurer Meinung nach Chancen.
Wie kann man sich gut miteinander streiten?

 

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

20 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Lieber Hans,
    ich kann dir eigentlich nur zustimmen – in einem konstruktiven Konflikt gehen beide Parteien mit neuen Sichtweisen auseinander! Wir haben in unserem Theorie-Praxis-Projekt die Feedbackregeln anwenden gelernt. Sie eignen sich hervorragend für jegliche Art von Konflikten. 1. Du schilderst eine Situation aus deiner Sichtweise, nur beschreibend z.B. Du hast das Fenster geöffnet und dabei dies und jenes getan, 2. Schilderung der bei dir ausgelösten Gefühle bezgl. der Aktion z.b. Ich fühlte mich dadurch so und so, 3. Einen Vorschlag eröffnen, der aber nicht angenommen werden muss. Es ist in hitzigen Debatten oft gar nicht so einfach nur bei sich selbst zu bleiben. Gerade im privaten Bereich fällt jeder schnell gerne in das Du Du Du!
    Annie https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif

    • Hallo Annie,
      und lieben Dank für dein Feedback. Nicht „anzuklagen“, also in der „ich“ Form zu bleiben ist in der Tat nicht einfach. Mehr oder weniger unterbewusst, fällt man da ins „du“. Man kann es sich vor einem Gespräch aber noch mal verinnerlichen. Es wird immer besser und wie gesagt: wo Menschen sind, da menschelt es. LG Hans

  • Hallo Hans,
    theoretisch hast du natürlich Recht. Aber da gibt es leider den berühmten Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Die weinigsten Leute können (oder wollen) konstruktiv streiten. Da geht es mehr um das Recht haben um jeden Preis. Von daher bin ich da skeptisch. Vielleicht ließen sich manche Streitereien mit einem neutralen Moderator sinnvoll gestalten.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,
      ja, wenn eine „Partei“ keine Streitlösung will, oder diese versucht durch Rechthaberei zu erlangen, dann ist das zum scheitern verurteilt. Dann kann sich die/der andere noch so sehr bemühen. Das ist die Grundvoraussetzung: Beide Seiten wollen den Streit beilegen. Eine neutrale Person ist in manchen Fällen schon durchaus zu empfehlen, aber da liegt die Betonung auf neutral. Je nachdem, wie hart die Fronten sind, sollte man in der Tat auch über eine(n) MediatorIn nachdenken.
      Danke für dein Statement. LG Hans

  • Hallo Hans,

    das ist ein sehr interessantes Thema. Ich persönlich kann nur sagen, dass ich Streit aus dem Weg gehe, je näher mir eine Person steht. Dann kommuniziere ich auch gerne mal nonverbal und gebe auch nach, obwohl ich Recht haben will ;-) Allgemein gelange ich aber nur ganz, ganz selten in ernsthafte Streitsituationen. Manchmal merke ich auch selbst, dass ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin und dann halte ich einfach meine Klappe.

    Bei der Arbeit zum Beispiel klappt es aber allgemein wirklich gut. Ich habe dahingehend Glück gehabt, dass wirklich alle im Vorfeld schon dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu ernsthaften Konflikten kommt, was ich als sehr angenehm empfinde.

    Wirklich schlimm ist aber wohl, wenn sich Ärger richtig aufgestaut hat, bis irgendwann „die Bombe platzt“. Wenn mir richtig was gegen den Strich geht, dann sage ich das auch (vernünftig und sachlich).

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah,
      und lieben Dank. Auch auf der Arbeit ist es natürlich gut, wenn es gar nicht zum Streit kommt. Aber immer wird man es kaum verhindern können.
      Ich streite auch nicht gerne und hab es gerne friedlich, aber nicht um jeden Preis. Am besten ist es aber natürlich, man kann die Themen schon ansprechen, bevor sich Ärger richtig aufstaut. Dann wird es nämlich schwerer, ein Gespräch auf sachlicher Ebene führen zu können.
      Aber schön, dass es dir gelingt.
      LG Hans

  • Hallo Hans,

    ein tolles Thema. Streiten ist ja so eine Sache, die oft negativ behaftet ist. Manche Menschen meiden Streit, ich nicht. Allerdings kommt es auf die Person an. Ich freue mich leidenschaftlich mit jemandem über ein Thema zu diskutieren bzw zu streiten, wenn dies auf Augenhöhe geschieht. Nicht jeder ist für eine gesunde Streitkultur geeignet. Es gehört eine große Portion Schlagfertigkeit dazu ebenso das Gegenüber und dessen Meinung zu akzeptieren. Das Ziel soll nicht sein, jemanden von meiner Sichtweise zu überzeugen – jeder soll seinen Punkt vertreten und sich argumentativ behaupten.

    Beleidigungen haben in einem solchen Streit nichts zu suchen. Ebenso wenig darf es ins Persönliche abdriften.

    Liebe Grüße, Bee

    • Hallo Bee,
      Beleidigungen oder persönliches „Anklagen“ geht mal überhaupt nicht. Damit entzieht man jedem Gespräch die Grundlage sachlich zu sein. Ein gepflegter Streit ist wirklich nicht negativ, aber der Makel haftet dem Wort alleine schon an. Danke für deinen Kommentar.
      LG Hans

  • Hallo Hans,

    wieder ein sehr interessantes Thema. Gute An- und Einsichten, sowohl von Dir als auch in den Kommentaren. Das Ganze liest sich durchaus spannend, ist es aber tatsächlich jedem möglich, diesen „Fahrplan“ einzuhalten?
    Bedeutet dies nicht: Ein Streit müsse sorgfältig geplant werden?
    Ein Streit ist doch, wenn ich das richtig verstehe, zumeist etwas Impulsives. Überkochende Emotionen pur, eine Situation bei der Logik und Verstand ausgeschaltet sind.
    Menschen, die von ihrem Wesen nach so sind, wie Du es beschreibst, werden mit Sicherheit „Herr der Situation (des Streites) sein“, aber kann man dies tatsächlich trainieren? Meinst Du, ein Choleriker könnte es tatsächlich schaffen, diesem Fahrplan folgen? Oder um noch eines oben draufzusetzen, ein Choleriker, der zusätzlich eine „Machtposition“ innehat?

    Das wäre sensationell. Die Welt wäre um ein Vielfaches besser!

    So man sich darauf einlassen kann und wenn beide Streithähne „im selben Bus mit dem gleichen Fahrplan sitzen,“ eines bietet Dein Fahrplan mit Sicherheit: einen konstruktiven Umgang, Achtung und Respekt mit dem Gegenüber. Alles in allem also: beste Voraussetzungen für ein gutes Miteinander. https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

    • Servus Ingo,
      einen Fahrplan immer einzuhalten ist schwer, aber sehr viele – wenn nicht die meisten – Themen lassen sich schon zu einem bestimmten Zeitpunkt planen. Na klar kann einem impulsiv mal der Kamm schwillen, weil bsp. morgens etwas vorgefallen ist. Da würde es sich anbieten, eine tiefer gehende Debatte auf „nach Feierabend“ zu legen. Wenn frau/man(n) sich ärgert, dass er/sie dreimal die Woche erst noch in die Kneipe geht um ein paar Feierabendbier zu zischen, dann lässt sich ein Grundsatzgespräch gut terminieren.

      Ich denke, dass selbst ein Choleriker es schaffen kann. Die Grundvoraussetzung dafür ist aber: er muss es wollen. Will der Choleriker seine „Macht“ behaupten oder ausbauen, dann beißt sich m.E. selbst ein Mediator die Zähne aus. Wenn man mit solchen Zeitgenossen zu tun hat, die wirklich keinen Zentimeter einlenken, dann gibt es da wohl nur 2 Möglichkeiten. Ertragen, oder seine Konsequenzen ziehen.

      Sich gepflegt zu streiten lässt sich tatsächlich trainieren. Leider nicht von jedem. Einige werden es nicht brauchen, andere wissen darum nicht. Manche wollen nicht. Wie gesagt: Wichtig erscheinen mir in der Strategie die Schlagwörter: Respekt, Achtung und Höflichkeit. Zuhören und ausreden lassen. Ich habe den Eindruck, dass Paare, die viele viele Jahre (ohne Zoff) glücklich zusammen leben, sich diese Schlagwörter auch sehr verinnerlicht haben.

      Man kann noch so viele rosarote Brillen haben. Das Wetter ist nun mal (leider) nicht immer gut. Wenn man aber gemeinsam unter dem Schutz-Dach hervorkommt, wo man sich zuvor unterhalten- und gegenseitig getrocknet und gewärmt hat, kann man friedlich, gestärkt und Händchenhaltend nach Hause (durchs Leben) gehen.

  • Ohne Streit geht es nicht. Geht es nicht vorwärts. Wenn sich nix aneinander reibt, steht alles still. Ich sehr das genau wie: Streit ist wichtig. Und daran, wie jemand streitet erkennt man ja zumeist auch die Menschen, die ein wahres Interesse an der Welt haben. :)

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah

    • Hallo Sarah Maria,
      danke für dein Feedback. *fullack*. Konfliktfrei geht nicht. Ohne Interesse und den Willen einen Konflikt zu lösen, geht es nicht. Aussitzen oder totschweigen, führt oft zur Explosion.
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    eine gute Auseinandersetzung mit dem Thema. Der Satz von Dir „Wer seine Wünsche nicht äußert und des lieben Friedens Willen den Mund hält, der wird unzufrieden.“ bringt es auf den Punkt. Es nützt nichts, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Man muss sich ihnen stellen und versuchen, mit dem Gegenüber eine Lösung zu finden. Bei einem Eltern-Coaching, an dem ich mal teilgenommen habe, wurde auch auf die Wichtigkeit von Ich-Botschaften hingewiesen, weil es weniger als Angriff von Kindern gewertet wird und verständlicher ist als eine Du-Botschaft.
    Viele Grüße und einen schönen Abend und Wochenstart
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      und danke sehr. Ich denke, das ist ein unterschätzter Punkt mit den „ich Botschaften“. Ein Gespräch, in dem ich den anderen nicht mit „du“ oder „dich“ „anklage“ hat in den meisten Fällen einen ganz anderen positiveren Verlauf. Ich wünsche dir auch eine gute, neue Woche und einen schönen Rest-Sonntag.
      HG Hans

  • Ganz ohne Konflikte geht es im Leben nunmal nicht. Doch diese richtig lösen zu können ist nicht so einfach. Respekt ist sehr wichtig, wie ich finde. Allerdings fehlt es in unserer Gesellschaft vor allem bei den jüngeren so wie ich öfters mitbekomme.
    Ein guter Beitrag, danke.

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