Liebster Award – Nur eine Frage der Ehre?

liebster-award

Sollte es jemanden geben, dem der Begriff „Liebster Award“ nicht geläufig ist. Der Award ist ursprünglich wohl dazu gedacht, noch neuere unbekannte Blogs bekannter zu machen. Sie auszuzeichnen, sie zu nominieren.  Ist doch im Grunde auch schön, wenn einem eine Auszeichnung verliehen wird. Oder nicht?

Im Grunde…

Also zunächst mal vorweg genommen. Ich wurde kürzlich zwei mal für den Liebster Award nominiert. Danke Peter und Danke Alex.  Ich danke beiden Bloggern sehr herzlich für die Nominierung. Ich habe sie angenommen, auch wenn ich im Grunde Bauchrummeln hatte. Ich möchte aufzeichnen, warum ich zukünftig keine Liebster Awards mehr annehmen möchte. Denn eigentlich mag ich solche Blog-Kettenbriefe nicht. Beziehungsweise ich mag das „gezwungene“ nicht so. Man soll 11 Fragen beantworten, 11 neue Fragen stellen und normal 11 Blogger nominieren. Wenn man viel Glück hat, machen auch der ein oder andere mit.

Am Rande…

glaube ich, dass mein Blog so neu und unbekannt auch nicht mehr ist. Der „Blog-Award”, oder „Liebster Award“ oder “Liebster Blog-Award”, oder “Best Blog-Award” wird schon eine Weile im Netz umher schwirren. Manche sehen bei Lorraine Reguly >>klick<< den Anfang. Ich bin aber auf mindestens einen Beitrag aus 2011 gestoßen  Nun vielleicht sind es ja auch unterschiedliche Aktionen. Noch einer aus 2010.

LiebsterAward_blog_nominierung-620x465Wenn man den Begriff mal bei Google in den Schlitz wirft und dann nach Bildern schaut, findet man zahlreiche Badgets / Logos. Aber die Awards laufen im Grunde nach einem ähnlichen Muster ab, wobei manche Blogger sich die Regeln ein „bisschen“ so legen, dass sie besser passen. Immer mehr Blogger sehen diese „moderne Form des Kettenbriefes“ aber auch kritisch. Und ich zähle mich dazu.

Das Herz…

Herr R. regte mich mit seinem Beitrag dazu an, auch mal meinen Gedanken dazu zu schreiben. Er war übrigens einer, den ich nominiert hatte. Vielleicht hätte ich noch eindeutiger schreiben sollen, dass ich nicht böse bin, wenn jemand den Preis nicht annehmen will. Ede, das ist kein Problem. Hab ich Dir ja auch bereits gesagt. Das gilt auch für Dich Tanja. No Problem.

Das Gefühl…

Und da sind wir an einem der „problematischen“ Punkte dieser Awards. Auch ich fragte mich: Stoße ich da nicht möglicherweise dem Blog-Kollegen vor den Kopf, wenn ich ihm einen Korb gebe? Wenn ich mitmache, obwohl ich eigentlich keine rechte Lust habe, Fragen zu beantworten, die schon tausend mal beantwortet  wurden. Man hat Ich hatte ja schon Grummeln im Bauch andere Blogger zu nominieren. Um sie nicht eventuell „bloß zu stellen“ habe ich im Vorhinein schon mal abgeklopft.

Der Bauch…

Ja klar ist es auch schmeichelhaft. Man fühlt sich auch so was wie geehrt, wenn man ein „Liebster“ ist. Das Grummeln im Bauch ist aber stärker als der Pinsel auf dem Bauch. In dieser Form hat der Liebster Award also durchaus seine „Schwächen“. Für die eigentliche Zielgruppe > neue und noch unbekannte Blogs, mag das unproblematisch sein. Es gäbe manches, was man überdenken könnte, anders machen könnte. An einem Brainstorming würde ich schon mitmachen.

Dafür sollte man aber wissen, ob es dem ursprünglichen Erfinder denn auch recht wäre. Ich mag Blogaktionen – Blogparaden, an denen man „freiwillig“ teilnehmen kann.Und ich möchte weder ein schlechtes Gefühl haben, jemanden nominieren-, noch die Fragen beantworten zu müssen.

Der Verstand….

Und Ede, ich möchte auch noch mal „offiziell“ öffentlich auf Deinen Satz:

Ich möchte möchte ich hier in aller Öffentlichkeit und Form bei diesen beiden Bloggern entschuldigen, dass ich trotz vorheriger Überlegung meiner Seits, zugesagt hatte. Das war eine Fehler, den ich sehr bereue.

eingehen.

Da gibt es meinerseits kein Problem. Alles im grünen Bereich. Das Bloggen soll uns allen Spaß machen, soll uns ein gutes Gefühl machen. Und wenn da „gezwungene“ Aktionen dem entgegen steuern, dann sollte man das auch deutlich aussprechen. Du kennst mich ja schon etwas. Bei so was lieber geradeaus. Ich ziehe mir den Schuh aber selber mal  an.

Bauch, Herz, Kopf, Füße, Gefühl, die Moral…

Ich freue mich, wenn ich noch mal ungezwungen preisverdächtig sein sollte. Ich freue mich auf jede Aktion, an der ich freiwillig teilnehmen darf. Und wo ich nicht möglicherweise ein komisches Gefühl und Grummeln habe. Ich hoffe, niemandem auf den Fuß zu treten. Falls doch, sagt Bescheid. Preise und deren Nominierungen sollen allen Spaß machen.

Ein Dankeschön schicke ich auch an Moni, die ganz tapfer und sogar gerne meine Nominierung angenommen hat.

Und eure Meinungen, Einschätzungen oder auch Kritiken sind natürlich herzlich Willkommen.

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

22 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Hallo Hans,
    da bist du aber schnell mit dem Artikel gewesen. Eigentlich dürfte mich bei dir nichts mehr überraschen, aber ich bin es trotzdem, im positiven Sinne. Nicht weil du auch sone innere „Abwehrhaltung“ hast (Magen Grummeln), was ja meinem Artikel nahe kommt, sondern weil du so schnell und so offen reagierst. Ich ziehe zum wiederholtem Male meinen symbolischen Hut vor dir.
    Deine Schreibweise ist einfach nur … mmmhh .. ja, toll, super, ich bin immer wieder gerne unterwegs bei dir. Man (ich) kann immer etwas mitnehmen bei dir und sei es etwas worüber ich mal nachdenken sollte. Dafür danke ich dir recht herzlich.
    Danke für deinen Artikel, gefällt mir ausgesprochen gut.
    LG Ede

    • Haalo Ede,
      danke für Deinen freundlichen Kommentar. Im Grunde hatte ich diese Gedanken wohl schon ein paar „Tage!`“ in mir und ich musste sie nur noch raus lassen. Ich hab Dir zu danken für die Anregung und ich mach bei einem Brainstorming immer mit, wenn es sich ergeben sollte.
      LG Hans

  • Hallo Hans, hallo Ede,
    Ich finde es super, wie konstruktiv, offen und gut ihr Beide mit diesem Thema umgeht. Wie ich es mit den Award-Nominierungen halte, habe ich ausführlich auf Ede’s Blog in einem Kommentar ausgeführt, das erspare ich Euch an dieser Stelle.

    Wichtig an dieser Sache ich meines Erachtens nur, dass weder der Eine, noch der Andere, es als Zwang empfindet. Wenn alle Beteiligten es als Kann-Option sehen, kann hier auch nichts falsch oder missverstanden werden.

    Ihr tretet hier gerade den Beweis dafür an, – Klasse! Ich lese Euch beide gern und auch wenn ich nicht oft und viele Kommentare da lasse, bin ich doch ein häufiger Gast auf Eurer Beiden Blogs. Daran wird auch der ein oder andere Award-Beitrag nichts ändern!

    Liebe Grüße, Patrick

    • Hallo Patrick,
      danke herzlich für Dein Feedback. Mir ist noch mal wichtig zu sagen. Ich finde Liebster Award nicht grundsätzlich schlecht. Das nehme ich mir nicht heraus. Ob und wie man eine „Ungezwungenheit“ da rein bekommen kann, ohne dem eigentlichen Erfinder das ganze zu sehr durcheinander zu würfeln, müsste man eruieren. Andererseits machen viele sich auch mittlerweile ihre „eigenen Regeln“. Freue mich über deinen Kommentar.
      LG Hans

  • Auch hier, wie bei Ede, ein sehr guter Text zu dem Thema.

    Irgendwie freut man sich ja immer, wenn man eine Nominierung erhält. In der Tat ist man dann ein wenig Gebauchpinselt. Und dann regt sich das Gewissen, Teilnehmen und wieder mal einen Beitrag auf dem Blog haben den man in der Form schon hatte oder absagen und damit ggf. dem Nominierenden vor den Kopf stossen?

    Naja, bis jetzt bin ich dreimal schwach geworden und habe teilgenommen, genau so oft habe ich aber auch abgelehnt und dafür niemals böse Worte bekommen. Im Gegenteil reagierten die EmpfängerInnen der Absagen immer mit Verständnis.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,
      ich denke auch nicht, dass einer der Nominierer böse gewesen wäre. Das Hauptproblem neben Herrn Zwang bin ich selber. Ich mach ja mein Kopfkino. Niemand andres. Aber solche Aktionen mit: man muss neue Fragen und muss neue Teilnehmer sind immer bissele bitter im Beigeschmack. Daher bin ich Ede schon dankbar, dass er diesen „Selbstkonflikt“ mal beim Namen nannte.

      Das gezwungene stellte man in jüngerer Vergangenheit ja auch mehr und mehr bei Blogstöckchen fest. Und immer mehr geht man da dazu über, liegen zu lassen.
      Danke für deine Rückmeldung.
      LG Hans

  • Hallo Hans,

    ich gebe Dir Recht. Die Aktion hat eher was von diesen furchtbaren Kettenmails. Es fehlt eigentlich nur noch die obligatorische Androhung des persönliche Weltuntergangs, wenn man nicht innerhalb der nächsten 11 Stunden 11 Blogs nominiert. ;-)

    Einen dieser Awards würde ich nur dann beantworten, wenn ich die Fragen interessant fände. Aber auch dann würde ich wahrscheinlich nur die Fragen beantworten und den Award unter den Tisch fallen lassen. Denn entgegen seinem Namen ist es schlichtweg kein Award.

    LG
    Gregor

    • Hallo Gregor,
      danke für dein Feedback. Der Begriff „Award“ ist in der Tat auch etwas missverstehbar. Auch wenn ich die Aktion nicht grundsätzlich verteufeln möchte.
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    Du sprichst/schreibst mir aus der Seele. Genau diesen Gedanken des Kettenbriefs hatte ich bei der 1. Nominierung auch und habe deshalb abgelehnt. Beim 2. Mal hätte ich ein schlechtes Gefühl gehabt, abzulehnen, weil ich die Bloggerin sehr schätze und habe angenommen, was dann natürlich komisch aussah, wenn man erst ablehnt und dann doch noch annimmt. Ich habe damals beschlossen, dass ich nicht nochmal eine Nominierung annehme und bleibe jetzt auch dabei. Ich finde, da muss man dann konsequent sein.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo und herzlichen Dank Claudia,
      Ja konsequent sein ist da ein guter Ratgeber, sonst fühlt sich ja möglicherweise jemand andres auf den Schlips getreten: „ach bei der machst du mit und bei mir nicht“
      LG Hans

      • Naja wer sich da auf den Schlips getreten fühlt ist selber schuld. Ist ja verständlich und Konsequenz ist sehr wichtig.
        Grüße Moritz

      • Hallo Moritz und danke für dein Feedback,
        und ich denke, es gibt weitaus wichtigeres im Leben. ;-)
        LG Hans

  • Der Liebster Award scheint mir bei einigen wohl zu einer Art Inzucht-Linkring im eigenen Blogsumpf ausgeartet zu sein. Mich hat niemand damit beglückt. Die werden schon gewusst haben warum, weil ich hätte da meinen berühmten Durchzug angeschaltet.

    PS: Dies ist DC (Duplicate Comment) :-)

    • Hallo Rainer,
      danke für dein Feedback. Ich weiß zwar net, was du mit DC meinst. Hast du deinen Kommentar anderswo noch mal so geschrieben? https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif
      HG Hans

      • Yup … das macht die Elite des Internets jetzt so. :-)

        Aber im Ernst … diese ganzen Liebster Blogger Blogging Blog Award Beiträge habe ich nirgends wirklich gelesen. ist doch immer und immer wieder das gleiche. Und vor allem was soll man dann für Fragen fragen. Soll ja Leute geben, die sich für nichts anderes als Blogging interessieren, die sind doch dann mit allen anderen Themen überfordert.

      • Hallo Rainer,
        ich hab ja beim Award hier schon bewusst Fragen weiter geleitet, die abseits des Bloggens und des Internet sind. Aber im Grunde können die Fragen an sich nicht zum umdenken bewegen. Die Menschen, die ich vorher fragte, ob sie vielleicht wollen, lehnte alle sofort ab, unabhängig der Fragen.

        Es wird, soll und darf auch weiterhin Freunde dieses „Awards?“ geben. Nur ich mag nimmer.

        Ob man mit einigen Bloggern – wie ja anvisiert – eine Verbesserung des Formats hin bekommt wird sich zeigen. Ich sag mal so. Wäre ich der „Erfinder dieses Awards und jeder würde sich unter dem Namen die Regeln passend für sich zurecht stricken, dann fände ich das nicht so toll.

        Aber dieser Meinung ist nicht jeder und es sei auch jedem unbenommen da so zu verfahren, wie er meint.
        HG Hans

  • Immer mehr Blogger sehen diese “moderne Form des Kettenbriefes” aber auch kritisch. Und ich zähle mich dazu.

    Ich zähle mich auch zu denen die es kritisch sehen.
    Wenn mich einer toll , sprich wirklich als sein „Liebster“ findet dann soll er mich doch einfach seinen Lesern in einem Beitrag oder mit einem Link in der Sidebar empfehlen und mich davon in Kenntnis setzen.
    Da braucht es doch keiner solchen Aktion?

    Ich bin aber auch wohl nicht jedermann (jederblogger) Liebster :-) von daher bin ich auch bisher nur einmal „Nominiert“ worden.
    Und die „Nominierung“ habe ich nicht angenommen.

    Grüße
    Lothar

    • Hallo Lothar,
      vom eigentlichen Grundgedanken des Awards zählen wir ja auch nicht zur Zielgruppe derer, die noch unbekannt sind. https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif thanks a lot
      HG Hans

  • <Huhu Hans

    Vielen Dank für die Erwähnung in deinem Beitrag. Ich mache sowas gerne mal mit aber wenn man dann 5 -6 mal nominiert wurde mache ich es auch nicht mehr mit das ist mir dann zu blöd auch wenn es andere Fragen sind. Ich habe in der Schule schon gerne sowas mitgemacht und freue mich das du mich ausgewählt hattest. Im endefekt ist es ein Kettenbrief aber da die Fragen sich ändern wiederum wieder keiner aber wie man schon sschreibt man muss es ja nicht annehmen und das muss jeder respektieren.

    Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen Tag liebe Grüße Moni

    • Huhu Moni,
      wie gesagt, möchte ich niemandem diesen Award vermiesen. (Fast) alles, was einem Spaß macht, ist erlaubt. https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif
      Aber bei Mehrfachnominierungen sieht man auch, dass sich viele Fragenpakete ähneln. Aber, jedem, der mitmacht wünsche ich viel Vergnügen. Ich wünsche dir heute einen schönen sommerlichen Frühlingstag.
      Lieben Gruß Hans

  • […] So lässt sich kurz zusammenfassen, was vor einiger Zeit als Resonanz auf die Blog-Beiträge von Hans und […]

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