Statistik-Plugins: sinnvolle Tracking-Tools oder Fuß auf der Bremse?

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Im Grunde meines tiefen Inneren bin ich „eigentlich“ ein Statistik-Fan. Ich könnte viel Zeit damit verbringen mir statistische Daten und Kennzahlen anzuschauen. Für mich als privater Hobby-Blogger ist es aber doch ehrlich gesagt auch ganz schön viel Spielerei und zudem ein kräftiger, fast nimmersatter Zeitfresser.

Warum ich das so sehe und warum ich das Thema aufgreife, möchte ich gerne erläutern. Die Frage, warum ich mich damit befasse? Es ist Thema des WebmasterFriday. Zunächst dachte ich, ich lass ihn mal aus. Nun habe ich beschlossen, doch zwei drei Sätze dazu zu sagen.

Hier zunächst mal der Wegweiser zum Thema: statistik-plugins-wie-trackt-ihr-die-besucherzahlen

Statistiken sind toll

So ist das. Ich fand und finde es vom Grunde her auch schön zu beobachten, wie sich die Besucherzahlen entwickeln und was sie gerne lesen. Da favorisiere ich sogar den zweiten Punkt; also im Blick zu haben, welche Artikel gerne gelesen werden. Viele von uns lieben Statistiken und wir widmen uns den Zahlen – die uns Google Analytics oder Piwik oder wie sie alle heißen – liefern. Ein Tracking-Tool und Plugin ist sozusagen Pflichtbestandteil der Blog-Grundausstattung.

Ich habe auch eine Zeit lang Analytics genutzt. Zeigt uns ja alle Daten, die wichtig sind. Ich benutze seit längerem ein anderes Plugin, auf das ich noch eingehen werde. Sich dem Thema völlig zu verschließen ist nämlich auch nicht gut, denn auch mit der Kenntnis einiger Zahlen, kann man auch besser auf seine Besucher und Leser eingehen. Stichwort: bevorzugte Themen.

Zeitfresser Statistik

Was soll das jetzt bedeuten? Statistik = Zeitfresser? Wie gesagt, bin oder war ich Fan / Junkie von Statistiken. Wo kommen die Leser her? Welche Seiten werden besucht. Wer sind die Top Referrer? Und und und. Ihr werdet alle wissen, dass man da ganz schön Zeit investieren kann. Für die Profis ist das auch sicher von großer Bedeutung im Hinblick auf Marketing oder Promtionmaßnahmen.

Ich als Blogger stellte irgendwann aber mal fest, dass die Beschäftigung mit den „erhebenden“ Zahlen auch einen Nachteil hatte. Ich lief Gefahr, das wesentliche (bloggen) schon mal aus den Augen zu verlieren.

Für viele mögen sie ein wichtiges Mess-Instrument bei der Erfolgsermittlung sein. Wenn dabei das bloggen auf der Strecke bleiben sollte, spricht das gegen die Erfassung.

Wer oder was bremst?

OK, Google Analytics belastet nicht die eigene Datenbank. Das Thema Datenschutz lässt sich mehr oder weniger „zufriedenstellend“ lösen. Ob man Herr seiner Daten bleibt, lass ich mal offen. Die Tatsache, einen schriftlichen Vertrag einzugehen, den man postalisch hin und her schickt, war dann der Auslöser es derzeit nicht zu nutzen. Die Alternative Piwik kann schon auf die Bremse treten und der Datenbank schmerzhafte Blähungen bereiten.

Tolles Tool, oder doll vom Tool?

Das schlanke „Statify“ verrichtet hier seinen Dienst und zeigt die wichtigsten Daten. Es zeigt an, wer wo her kommt und was liest. Top Referrer, Top Inhalte. Man kann die Zeiträume der Erfassung bestimmen und es zeigt seine Daten direkt im Backend an. Klar ist es eher als „minimalistisch einzustufen. Momentan  ausreichend.Also, ein kleines, feines tolles Tool, ohne Schnick-Schnack.

Und, was sagen andere dazu?

Henning Uhle beispielsweise findet, dass Besuchertracking eine tolle Sache ist, um den Geschmack der Besucher herauszufinden. Ludwig von Becherwürfel setzt als Statistik-Freak auf „wp-statistik“. Sabienes ist zum Beispiel mit dem Tool Piwik mehr als zufrieden.

Sabrina von SEO-Diaries ist ein kleiner Zahlenjunkie. Sie liebt es in die Statistik zu blicken und setzt auf Googles Analytics. Ihre Erfahrungen mit Statistik-Plugins zeigen, dass es auch schon mal klemmen kann an der ein oder anderen „Schraube“. Der Betreiber vom Blog: www.ja-gut-aber.de setzt mittlerweile auf Piwik.

Alex L von webmasterwelten.de/blog ist „Fan“ von Analytics. Auch für karin von: blog-test24.de ist die Statistik wichtig. Hauke setzt auf Count per Day. Außerdem haben noch wobintosh.de und  www.sicherheit-mit-linux.de und bindawernoch.blogspot.de und internetmarketing-beobachter.de mit gemacht

Und schließlich

Statistiken sind zweifelsfrei interessant und für Profis ein „must have“ Mittel der Erfolgskontrolle. Als Webworker wird man um die regelmäßige Auswertung seiner Daten nicht herum kommen. Ob es der Hobby-Blogger braucht? Wenn er sich nicht in der Analyse verläuft, und das Bloggen Kern seines Tuns bleibt. Ich lasse die Zahlen nicht völlig außer acht, aber sie bestimmen auch nicht meinen Blog-Tagesablauf.

Wie steht ihr zu diesem „erhebenden“ Thema? Ich lade herzlich zum Diskutieren ein.

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

19 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Diese Parade ist total ohne meine Beachtung an mir vorbeimaschiert. Ich habe weder Piwik noch Google Anal.. Ist für mich nicht wichtig zu wissen. Ich weiß wegen den Webmaster Tools ungefähr wie viele Besucher täglich aus Google kommen. Wie lange die bleiben und wie viele Seiten die anschauen interessiert mich nicht. Als Verkäufer zählt für mich nur der Verkauf. Der kann scheitern, weil ich zu teuer bin oder kein PayPal Betrügererer anbiete oder das Teil ausverkauft ist. Auf eBay gibt es einen Besucherzähler. Manches schauen sich über 200 Leute an bis es mal gekauft wird. Und manches nur 20 Leute. Ist doch egal … irgendwann wird in der Regel alles mal verkauft.

    • Hallo Rainer,
      ich gebe Dir recht, wenn Du sozusagen sagst „Statistiken kaufen nichts“.
      Ich hätte angenommen, dass du als Betreiber eines Online-Shops eher die Statistiken zumindest in einem Auge hast, so von wegen: Kunden/Käuferlenkung.
      HG Hans

  • Hallo Hans,
    ich hatte mal am Anfang Google Analytics genutzt, muss aber irgendwas falsch gemacht haben. Die Zahlen waren für mich nur „Böhmische Dörfer“ und es sah so aus als ob alles ein wenig durcheinander war. Nun nutze ich nichts mehr, obwohl ich gerne es noch mal mit aalytics probieren würde. Traue mich bloß nicht wirklich, wegen den Fehlern die ich schon mal gemacht habe. Interessieren würden mich aber die Zahlen auf jeden Fall.
    HG Ede

    • Hallo Ede,
      was da möglicherweise schief war, ist schwer zu sagen, oder gab es einen Hinweis darauf..
      Eigentlich sollte das ja mit Deinem Blog recht problemlos gehen mit der Eingabe der Tracking ID.

      Das ist jetzt mal spekuliert, dass es eventuell daran haperte. In dem Blog wird es einen Bereich: „Tracking Code eintragen“ geben?
      HG Hans

      • Guten Morgen Hans,
        ich hatte eine Code eingegeben bei :“Web-Property-ID aus Google Analytics“.

        Kann aber sein, dass ich evtl. mal wieder zu ungeduldig war, oder mal wieder auf stur geschaltet hatte, weil es in englisch gehalten ist.
        Ich werde es noch mal versuchen, weil ich es doch sehr interessant finde.
        Einen schönen Start in die Woche wünsche ich dir
        LG Ede

  • Hallo Hans,
    Statistiken sind sinnvoll, wenn man sie auswertet und verarbeitet. Als beruflicher Blogger sollte man das schon machen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Ich verwende Google Analytics, aber schaue nur selten nach.
    Viele Grüße und hoffe doch, dass Du auch weiterhin mehr bloggst als analysierst. :-)
    Viele Grüße
    Claudia

  • Hans:

    Wo willst du die Shop-Besucher hinlenken? Die meisten kommen wohl, in dem sie direkt nach einer Fernbedienung in Google suchen. Wenn die nicht mehr lieferbar ist oder zu teuer, dann hauen die wieder ab. Mit Kategorien wie „Bibi Blocksberg Hörspiel“ bin ich leider noch im schwarzen Loch bei Google. Selbst dann könnte ich nicht viel lenken. Die Leute kommen, finden die gesuchten Hörspiele zu ihrem Wunschpreis und kaufen dann. Wenn nicht, dann nicht. Man kann sich nämlich auch zu Tode analysieren.

    Ede-Peter:

    „ich hatte eine Code eingegeben bei :”Web-Property-ID aus Google Analytics”.“

    Hast du wirklich den ganzen Code eingegeben? Da muss doch nur die ID rein. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

    Claudia:

    Ich als Spaß-Blogger mit keinen festen Themen brauche das auch nicht. Vermutlich wäre dann nur die Traurigkeit bei mir zu Hause, wenn ich sehe, dass kaum jemand meine geistigen Ergüsse liest.

    • Vielen Dank Rainer, ich werde es noch mal angehen und genauer vorgehen, vielleicht hab ich da auch genau diese Fehler gemacht, aber ich kann es eben nicht mehr genau sagen.
      Gruß Ede

      • Das einzige was mal interessant wäre zu wissen, das wäre, ob aus der Google Bildersuche auch Käufer kommen oder nur Bilderdiebe. Aber bei meinen aktuellen relativ wenigen Verkäufen lohnt noch keine Analyse.

      • Ok, Rainer. Um zu wissen, ob über die Bildersuche Besucher kommen, müsstest Du dann wohl doch auf Analytics zurückgreifen. Ich kenne sonst kein tool oder Dienst, welcher diese Daten ausspuckt. Es sei denn, der Hoster böte das an. Strato macht das bsp. bei best. Tarifen. Wird wohl noch mehr geben.

  • Hallo Hans,

    Danke für den Hinweis auf Statify! Das kannte ich gar nicht und sieht wirklich gut aus. Gut gefällt mir auch die Grafik im Dashboard.

    Bislang hatte ich Google Analytics installiert, aber ich hatte nicht wirklich Zeit und Lust mich damit näher zu beschäftigen und deshalb habe ich es wieder gelöscht, da ich das absolut nicht brauche.

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah,
      danke für dein Feedback. Statify ist minimalistisch, aber m. E. ausreichend. Schön, dass es etwas für Dich ist. Ich fand Analytics auch sehr interessant. Aber letztlich auch zu mächtig und undurchsichtig. Und man muss einen schriftlichen Vertrag abschließen https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif
      So ist schön übersichtlich. Man kommt aufs Dashboard und hat das wichtigste im Blick.
      HG Hans

  • Statify hatte ich auch mal auf meinem Blog. Allerdings war es mir doch ein wenig zu wenig… Nun benutze ich CpD und bin zufrieden. Aber ich probiere auch immer mal wieder gerne was neues..
    lg

    • Hallo Karin,
      Count per Day hatte ich als Statistik-Plugin natürlich auch mal im Visier. Es stimmt schon, dass Statify sehr minimalistisch ist. Aber derzeit reicht mir das. Kann sich aber auch wieder mal ändern.
      Lieben Gruß
      Hans

  • Hallo Hans.
    Habe gerade ein bisschen das Internet durchstöbert und bin bei deiner Seite sehr lange hängen geblieben. Wollte dir einfach mal ein großes Kompliment da lassen. Die Seite sieht wirklich super aus und ist auch wirklich ansprechend für die Besucher. Ganz große Klasse.

    Alles Gute für dich und deine Seite für die Zukunft und liebe Grüße,
    Michaela

  • Hallo Hans,

    für einen Hobbyblogger halte ich Besucherstatistiken für unnötig. Es mag für eine Weile sicher recht spannend sein, auf Dauer aber doch langweilig …

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