Ärzte: Fluch oder Segen?

Rund um die Gesundheit

Die Überschrift deutet an, dass es um ein Thema geht, was Raum lässt für kontroverse Meinungsbilder und Diskussionen. Wir alle haben unsere Erfahrungen mit Ärzten. Mal sehr gute, sicher auch schlechte(re). Darin unterscheiden sich Ärzte auch nicht von den anderen Berufen und Branchen.

Wir benötigen Ärzte, wenn wir ein gesundheitliches Problem haben. Oder wir nehmen Vorsorge-Untersuchungen wahr. Grund für den Beitrag ist auch eine Einladung zu einer Blogparade von blog.swapy.de, auf die ich durch den Blog und den Beitrag von  LexasLeben aufmerksam wurde. Es gilt, sich gemeinsam einem Thema zu widmen, dass uns alle betreffen kann.

Den Titel der Blogparade, bzw. die Fragen: “Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter? oder: „gibt es noch Ärzte aus Leidenschaft? ist schon ein klein wenig ?reißerisch? deutet aber auf schlechte Erfahrung hin.

Initiator und Autor wowka hat wohl nicht die besten Erfahrungen mit der Ärzteschaft, und bewertet einen Rückblick der Arztbesuche als erschreckend schlecht. Das ist natürlich nicht schön, wenn man nicht so gute Erfahrungen hat. Mein Beitrag richte sich nicht gegen wowka. Ich für meinen Teil will lediglich zeigen, dass ich unter dem Strich bessere Erfahrungen gemacht habe. Ich denke aber grundsätzlich, dass Ärzte besser sind, als der Ruf, den sie hier und da „genießen“.

Weiß man denn, was einen gesund gemacht hat? Die Heilkunst, das Schicksal, der Zufall oder Omas Gebet? Michel de Montaigne (1533-1592)

Ist die Arzt-Patient-Beziehung gestört oder vertraut ihr den Ärzten?

Bevor ich mal tiefer in meine Gedanken gehe, möchte ich vorab die Frage(n):

  • “Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter?“ oder:
  • „gibt es noch Ärzte aus Leidenschaft? schon mal beantworten.

Ein Arzt ist für mich zunächst mal kein Verbrecher. Ich erhebe allerdings auch keinen in den Status „Gottheit mit weißem Kittel“. Noch nicht mal halb. Es sind einige dabei, die ich fachlich, deren Arbeit, deren Engagement ich sehr schätze. Es sind manche, die ich als Mensch sehr schätze. Die Arbeit der Ärzte soll (wie andere Berufen auch) angemessen entlohnt werden. Ich gebe in der Regel dem Arzt zunächst mal einen Vertrauensvorschuss. Der Rest liegt dann auch an ihm.

Es wird genauso leidenschaftliche Ärzte geben, wie es leidenschaftliche Köche, Gärtner, Bürokauffrauen u.s.w gibt. Natürlich gibt es ganz sicher auch Ärzte, die man am besten schnell vergisst, die besser Schlachter geworden wären. Mit denen man überhaupt nicht klar kommt. Meine persönlichen Erfahrungen sind aber weniger schlecht. Da, wo die Meinung eher schlecht ist, liegt es weniger am Arzt, als am System.

Online-ArztDie Verantwortung, die Ärzte tragen, den Druck, den sie erfahren, möchte ich nicht geschenkt. haben. Ich wäre nicht der Typ dafür. Gut, das weiß man ja schließlich, bevor man Medizin studiert. Dennoch muss sich während des Studiums ja auch erst einmal die Persönlichkeit entwickeln. Ein Arzt, der dem Druck Stand hält und der auch ein Top-Mediziner wird, dessen Stunde mal locker 120 Minuten haben muss. Der Arzt soll mir ja schließlich auch gut zuhören, sich meine Sorgen anhören und mir eine schnelle Linderung und Besserung verschaffen.

Hin und wieder vergessen „wir“ schon mal, dass „wir“ aber nicht alleine sind und der Arzt ganz viele „wir“ hat. Glorifizieren will ich den Arzt nicht, aber meine persönlichen Erfahrungen sind in der Summe nun mal gut.

Sind kranke Menschen Patienten oder doch nur Kunden?

Ich glaube, es wird von Jahr zu Jahr, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt für Ärzte immer schwieriger. Der ruhmreiche Titel „Halbgott“ traf vielleicht hier und da zu. Der Mensch war noch Patient, der sich seinem Arzt – dem Experten – anvertraute und dem er traute. Man baute darauf, was er einem riet und verschrieb. Die Rollenverteilung war klar. Der Arzt musste sich möglicherweise keine Sorgen um sein Einkommen machen. Er hatte möglicherweise etwas mehr Zeit, sich seiner „Berufung“ zu widmen; dem Patienten zuzuhören; mit dem Patienten, ohne einen Zeitdruck, zu reden. Er konnte sich mehr dem widmen, was einen Arzt auszeichnet: Dem Menschen zu helfen.

Heute könnte man schon mal den Eindruck gewinnen, dass die echten „Gesundheitsexperten“ – also wir Menschen – sich vor dem Arztbesuch erst mal umfassend im Internet über ihre „Krankheit“ erkundigen / informieren. Der Arztbesuch soll dann die „Selbstdiagnose“ lobend bestätigen, es sollen in einem möglichst ganz ausführlichem Gespräch mit dem Arzt die Pros und Kontras der unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten heraus gestellt werden. Natürlich soll das nur die beste Behandlungsmethode sein, es soll möglichst sofort eingeleitet werden und kosten soll es natürlich auch nichts.

Träfe ich auf einen Arzt, der mich nur als „Kunde“ (im negativen Sinn; wo ist Kohle zu hole(n)) betrachtet, würde ich abwägen. Wie gut ist der Arzt? Wie gut seine Behandlung? Bietet mir ein anderer vergleichbares aber menschlicher (ohne €urozeichen im Auge), dann würde ich erwägen zu wechseln. Nimmt er mich als Kunde (im positiven Sinn = Partner; König) wahr ist alles wunderbar.

In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Voltaire (1694-1778)

Vom Halbgott in Weiß zum empfehlenden Gesprächspartner, medizinischem Berater, Ökonom?

Vor einigen Jahren galt ein Arzt noch etwas: „Was der Doktor sagt, das stimmt“. Er kümmerte sich um die Gesundheit des Patienten, diagnostizierte (und erklärte vielleicht auch mal), der Patient hörte sich das an und folgte dem ärztlichen Rat. Schluss, Ende. Gott sei Dank ist es heute anders, wenn wir möchten.

Heute möchten wir als Patient direkt eingebunden werden in den ganzen Prozess der Diagnose und der Behandlungsmöglichkeiten. Wir gehen immer öfter auch „gesund“ zum Arzt, um uns zu informieren, nachzufragen und uns mit Möglichkeiten versorgen zu lassen, die unser Wohlbefinden erhöhen. Und da könnten wir an einen Punkt kommen, wo wir vom „eigentlichen Patienten“ vielleicht etwas mehr zum Kunden werden. Ein Dienstleistungs- und Warenempfänger, der immer höhere Ansprüche an den „Gesundheits-Supermarkt“ hat.

Wir wollen heute von Beginn an mit einbezogen werden. Der Arzt als alleiniger Entscheidungsträger wird mehr und mehr unmodern.  Es gibt Begrifflichkeiten wie: „Shared-Decision-Making“ (SDM). In Deutschland hat das Kind den Namen: Partizipative Entscheidungsfindung (PEF). Sie ermöglicht uns, in einem Abwägungsprozess der persönlichen Bedürfnisse und Wünsche, die geplanten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzubestimmen. Uns einzubringen. Wir möchten heute umfassend informiert werden und alles wissen. Wir wollen alle Vor- und Nachteile einer Behandlung kennen, wir möchte en Detail über  Nebenwirkungen eines Medikamentes aufgeklärt werden. Ich möchte „mündiger Patient“ bleiben/werden.

Ein Arzt muss aber auch wirtschaftlich arbeiten. Und er will gut verdienen.

Woran erkennt man einen guten Arzt?

[Ironie]Der Arzt hat mal mindestens 4, besser noch 6 Hände. Trotz unzähliger Überstunden, Nachtdienst, geringe? Bezahlung, viel Bürokram; trotz der beiden Stühle: Forderungen des Krankenhauses und Wunsch des Patienten, nimmt er sich ganz viel Zeit, macht uns umgehend gesund und das ohne jegliche Zuzahlung. Immer freundlich, immer fröhlich und das sofort und auf der Stelle. Warten können ruhig die anderen. Die sind auch bestimmt nicht so krank, wie man selbst.[/Ironie]

Der Spezialist hat auch eine erstklassige Ausbildung. Ist auf seinem Gebiet echter Experte. Der Hausarzt hat möglichst viel Zeit. Er nimmt mich als Mensch wahr, hört mir zu. Er macht sich Gedanken um mich und das „Gesamtpaket“. Er bezieht mich in Entscheidungen mit ein, wenn dies möglich ist. Er erklärt mir mit Feingefühl Nutzen und Risiko. Er bildet sich weiter, kennt neue Studien und kann meine Fragen beantworten. Er kann sich – wo sein Wissen nicht ausreicht – mit Fach-Ärzten austauschen und mich bei Bedarf dort hin schicken. Toll wäre dann, wenn er ein netter ist, der viel Einfühlungsvermögen hat.

Viel wird über Empfehlungen gehen. Ich kann mir zwar im Vorfeld Informationen im Internet auf Bewertungsportalen suchen, aber ich bin bei solchen Portalen immer ein wenig skeptisch, was die Objektivität angeht. Ich kenne gute Ärzte, die echte Experten sind und wirklich einfühlsam und nett. Die Bewertung sagt aber etwas anderes aus. Ich persönlich verlasse mich darauf nicht. Jeder möge sich seinen eigenen Reim darauf machen. Gibt mir mein Nachbar einen Tipp, dann ist das mehr Grund zumindest mal zu prüfen, ob ich mit ihm klar komme.

Negative vs positive Erfahrungen?

Die Zahl der angebotenen Gesundheits-Leistungen und IGel-Leistungen wächst. Es wächst aber auch die Zahl der unzufriedenen Kassenpatienten. Immer mehr Ärzte setzen immer mehr auf Privatpatienten, weil sie da auch gut dran verdienen. Der „Otto-Normal-Kassenpatient“ kann sich das möglicherweise nicht erlauben und es entsteht mitunter Unmut. Unmut, den man teilen kann. Schließlich bin auch ich Patient, ich bin mir selbst am nächsten. Ich möchte medizinische Hilfe. Ich möchte einen schnellen Termin. Bin ich als Kassenpatient ein schlechterer Patient? Es wächst die Zahl der Kritiker. Der Menschen, die Angebote skeptisch sehen.

Auch in Krankenhäusern und Reha-Kliniken lässt sich feststellen, wer Privatpatient ist, und wer „nur“ Kassenpatient ist. Die medizinische Versorgung ist bei beiden geregelt und klar. Eine Begebenheit gab es mal, die ich aber eher in das Regal: „Amüsant“ – das liegt direkt neben dem: „lächerlich“ – einsortieren würde. Ich hatte mal eine Zusatzversicherung für Krankenhaus (Zwei-Bett; Chefarzt). Hatte die in einer Klinik auch in Anspruch genommen. Jetzt musste ich aber nach einigen Wochen nochmal in die Klinik. Mittlerweile hatte ich die Versicherung aber nicht mehr und dies natürlich auch gesagt. Nun kam der Nachmittag-Kaffee und eine Schwester, die mich noch kannte, stellte mir ein Stück Kuchen dazu. Ich sagte noch. Sie wissen schon, dass ich nur noch Kassenpatient bin? Daran hatte sie nicht gedacht und sich ihrer „Pflicht“ bewusst, nahm sie mir den Kuchen wieder weg. Das konnte nun aber selbst die Oberschwester nicht mehr begreifen und brachte ihn wieder zurück. Ich hab ihn nicht angerührt und mich amüsiert das auch heute noch. Ok. hat ja weniger mit Ärzten zu tun.

So richtig schlechte Erlebnisse mit Ärzten hatte ich noch nicht. Das mag Glück sein. Vielleicht kommt es auch etwas darauf an, wie man einem Arzt begegnet. Direkt mal voller Misstrauen, distanziert und skeptisch? Oder freundlich offen. Nicht missverstehen. Das erwarte ich natürlich vom Arzt genau so. Auch, wenn ich nur Kassenpatient bin.

Natürlich ärgere ich mich, wenn ich Wochen oder Monate auf einen Termin warte, den ich schnell bekäme, wenn ich privat versichert wäre. Aber an der Situation ändert sich für mich zunächst einmal nichts. Beim Hautarzt (dauert hier ewig) habe ich gewechselt. Muss nun ein paar Kilometer fahren, aber bekomme meist innerhalb 8-14 Tage einen Termin. Meist früher.

Anders verhält es sich beim Augenarzt. Den kann ich so ohne weiteres nicht wechseln, da er mich schon lange kennt. Er kennt sich mit einer Augen-Erkrankung aus, die anderen Augenärzten nichts sagt. Ich hatte vor zwei Jahren mal wechseln wollen. Da kam ich zu einem Arzt in die Praxis und er sagte nach der zügigen Behandlung, dass er mit dem Thema keine Erfahrung habe. Er müsse sich da erst mal Fachliteratur besorgen und sich einlesen. Ich solle doch in zwei Monaten noch mal kommen. Das wollte ich natürlich nicht, denn ein Fachbuch hätte ich mir auch selber kaufen können. Das habe ich ihm übrigens auch vorgeschlagen. Genauso, dass er mir nur ein Rezept schreiben müsse. ;-) Das Vertrauensverhältnis, was man m.E. zwischen Arzt und Patienten braucht, kam in diesem Fall nicht zu Stande.

Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Und schließlich

Ich bin nicht erstlinig der Fürsprecher der Ärzte, ich hatte auch schon mal Punkte, an denen ich nicht mit der Meinung eines Arztes einverstanden war, aber das habe ich dann auch gesagt.

  • Mein grundsätzliches Vertrauen in die Ärzte ist zunächst mal da.

Blind bin ich dabei aber nicht. Dass man als Kassenpatient weniger Leistungen bekommt, das mag verärgern. Andererseits sage ich mir. So lange meine medizinische Versorgung gewährleistet ist, ist mir persönlich der Rest egal. Oder ich muss versuchen es zu ändern und schauen, ob ich mich privat versichern kann, oder für die Zeit des Krankenhausaufenthalt was dazu buche.

Ich war vor einiger Zeit in der REHA und hatte mal geprüft, was ein Einzelzimmer kostet, da in der Klinik Doppelzimmer Standard waren. Da ich Probleme mit schnarchenden Zimmernachbarn habe, zog ich das in Erwägung. Der Zuzahlungspreis (99,-€) war allerdings so fernab jeder für mich duldbaren Summe, dass ich verzichtete. Das aber nur am Rande, denn den Arzt interessiert das nur in sofern, als dass er den Patient bei der Visite als Ersten dran nimmt.

Kurzum, Ärzte sind für mich weder Halbgötter noch Fluch. Ärzte sind auch Menschen. Mir persönlich ist kein Arzt bekannt, der auf die schiefe Bahn (Verbrecher) geraten wäre. Davon mag es welche geben. Ich hatte glücklicherweise noch keine Berührung mit ihnen. Ich habe auch noch keinen Fall erlebt, wo das Geld wichtiger war, als die gesundheitliche Situation eines Patienten. Treffe, ich auf einen Arzt, wo das zwischenmenschliche nicht stimmt, dann erwäge ich, mir jemand anderes zu suchen.

Soweit mal meine Gedanken und meine Meinung. Natürlich ist nie alles Gold, was glänzt, aber wie gesagt, richtig heftig schlechte Erfahrung hatte ich noch nicht, oder ich habe sie gerade nicht auf dem Film. Ich lade herzlich zu einer konstruktiven Diskussion ein. Wie sind eure Erfahrungen?

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

18 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Hallo Hans,

    deine Einstellung finde ich gut, entspricht sie doch meiner ;) Man sollte offen auf die Ärzte zugehen und das Beste hoffen. Du hast recht, ohne Vertrauensvorschuss geht es nun mal nicht.
    Danke für die Verlinkung und das in andere Worte fassen meiner Gedanken zum Thema :)

    LG Lexa

  • Hallo Hans,
    Ärzte sind eine sehr persönliche Sache. Wenn ich einen Arzt gut finde, heißt das nicht, dass jemand anders ihn auch gut findet und umgekehrt. Empfehlungen sind deshalb nicht immer eine Hilfe. Ich habe mal einen Arzt direkt darauf angesprochen, warum er sich Zeit nimmt und Mühe gibt, obwohl ich nur Kassenpatient bin. Er erzählte dann, dass er als Facharzt mit zusätzlichen Leistungen mehr Möglichkeiten hat. Ein anderer Arzt, bei dem ich schon sehr lange bin, hat mir offen erzählt, welchen administrativen Verwaltungsaufwand er hat und wie oft er schon drauf gezahlt hat. Ich denke, dass es Ärzte nicht einfach haben heute. Sie bekommen in vielen Fällen nur einen Pauschalbetrag, der manchmal reicht und manchmal nicht. Es gibt wirklich einen Unterschied, ob man Kassenpatient oder privat versichert ist. Ich habe mal eine Situation erlebt, wo eine Bemerkung gemacht wurde, warum der Chefarzt gekommen sei, es sei doch nur ein Kassenpatient. Es gibt in diesem Beruf Menschen, die Unterschiede machen, und solche, die alle Patienten gleich behandeln und sich grundsätzlich für sie einsetzen, was wünschenswert ist.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      im Idealfall stimmt zwischen Arzt und Patient die Chemie. Wäre das bei meinem Hausarzt nicht der Fall, müsste ich wechseln, denn gerade er ist eine zentrale Anlaufstelle. Er kennt mich sozusagen komplett.

      Das mit dem drauf zahlen hat mir meiner auch schon mal gesagt. Man kann schon froh sein, wenn man noch einen Hausarzt hat, oder findet, der sich etwas Zeit nehmen kann. (auch für den Kassenpatient)
      Gott sei Dank gibt es noch das eine oder andere Exemplar.
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    ich habe leider (muss ich sagen) schlechte und gute Erfahrungen gesammelt. Ob die guten oder die schlechten überwiegen ist dann immer sehr schwer zu beurteilen, weil man ja schnell seine Objektivität verliert.
    Es würde jetzt den Rahmen mehr als sprengen, hier jetzt näher drauf einzugehen.
    Ansonsten teile ich ohne weiteres deine Meinung. Am allerwichtigsten ist in meinen Augen, immer das (gegenseitige) Vertrauen zum Arzt. Als Patient sollte man sich schon kompetent behandelt fühlen und von der Arbeit des Arztes überzeugt sein. Hat man Zweifel oder, sagen wir mal, die Chemie passt nicht, sollte man den Arzt wechseln.
    Leider ist unser gesamtes Gesundheitssystem selber sehr krank und es wird auch nicht besser werden, weil unsere Gesellschaft immer älter wird. Ich frage mich manches mal wo das viele Geld bleibt – bei den Ärzten scheint es jedenfalls nicht im Überfluss vorhanden zu sein.
    Schönen Abend noch
    HG Ede

    • Hallo Ede,
      es mag ja auch nicht „normal“ sein, dass man keine nennenswert schlechten Erfahrungen gemacht hat. Bei mir jedenfalls ist nichts haften geblieben, was ich als schlecht, schlimm empfand. Klar gab es auch mal weniger schöne „Begebenheiten“. Aber die hat man beim Bäcker oder Metzger auch.

      Die Umstände passen schon mal nicht. Vieles liegt – wie du sagst – am System. Summa Summarum waren meine Begegnungen mit Ärzten positiv.
      Wünsche dir auch einen schönen Abend
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    auch über deine Teilnahme an meiner ersten Blogparade habe ich mich sehr gefreut und mit tages-gedanken.de einen weiteren neuen Blog bzw. Blogger dahinter kennen gelernt.

    An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich seit mittlerweile 14 Jahren Privatpatient bin und absolut keine Vorteile gegenüber zu früher als Kassenpatient sehe bzw. selbst erleben konnte. Ich persönlich finde es auch nicht schlimm, wenn ich als Privatversicherterpatient in einer fairen Reihenfolge eingegliedert werden und entsprechend genau so lange warten muss, wie auch ein Kassenpatient. Die Behandlung und das Ergebnis stehen über allen anderen Sachen und wenn diese nicht stimmen oder nicht zum Erfolg führen, suche ich mir einen anderen Arzt.
    In meinem Beitrag hatte ich nur drei Fälle beschrieben und hätte noch einige weitere aufschreiben können. Was ich wirklich erschreckend finde, dass ich mich an keine einzige Behandlung (in Deutschland) erinnern kann, die wirklich vom Ergebnis positiv war.
    Habe auch zwei Mediziner und drei Psychologen im Freundeskreis. Und jedes mal wenn wir Beisamen sind gibt es ordentlich Zündstoff, wobei die Freunde noch über viel schlimmer Zustände/Fälle berichten und sich für ihre Kollegen sehr schämen.

    • Hallo swapy,
      habe gerne teil genommen. Ich finde es auch erschreckend, dass es Menschen gibt – und ich zweifle nicht daran -, die die Erfahrungen als durchweg negativ wahr nehmen. Irgendwann kann man doch nicht mehr entspannt und unvoreingenommen einen Arzt aufsuchen, sondern geht doch immer mit einem mulmigen Gefühl dahin. Ich fände das schlimm.

      Ich habe übrigens überhaupt kein Problem mit Privatpatienten. Jeder das, was er kann und möchte. Manchmal beschleicht mich aber schon der Ärger, wenn ich bei besagtem Arzt anrufe, und es wird mir dann ein Termin in 3 Monaten angeboten, während der Privat-Patient kurzfristig dran kommt. Aber, das ist ja nicht die „Schuld“ der Privatpatienten.
      LG Hans

      • Bin gerade dabei weitere Blogartikel in diesem Blog zu lesen und da kommt auch schon die Benachrichtigung über deine Antwort ;-)
        Sind sehr interessante Beiträge und es kitzelt in den Fingern mal dazu was zu schreiben :-)
        Etwa. Blogger brauchen eine Zielgruppe? oder Kommentar-Spam? Ja oder Nein? Verrät es die Url?

        Aber zum Kommentar: einer der Teilnehmer meine Blogparade: http://blogdeal.de/aerzte-als-verbrecher-oder-weissbekittelte-halbgoetter hat zum Thema Termine was geschrieben. Und auch ich hatte dies schon von meinen Freunden gehört. Es liegt am System – als Privatpatient bekommt man eher einen Termin als ein normaler Kassenpatient. Grund dafür ist, dass Ärzte nur eine bestimmte Anzahl von gesetzlich versicherten Patienten abrechnen dürfen/können. Warum das so ist, weiß ich nicht und ich finde es absolut unnötig. Ich selber hatte tatsächlich nie Probleme mit Terminen – ich lege mir diese aber schon sechs Monate im Voraus (etwa Zahnarzttermine). Und bei plötzlichen Erkrankungen gehe ich einfach ohne Termin und muss entsprechend mich hinten anstellen.

        Ich freue mich schon auf die Auswertung meiner Blogparade. Hoffentlich kommen noch ein paar Teilnehmer hinzu, obwohl es jetzt schon – wenn man die Kommentare berücksichtigt – ein schöner Erfolg war.
        Jetzt muss ich aber Abendessen und dann lese ich mich hier mal ein wenig durch.

      • Hallo,
        wenn es kitzelt, hilft schreiben ;-)
        Es gibt da irgendwelche Regelungen. Ich hab einen Arzt, der vergibt immer nur Termine für das Quartal. Da muss man dann sehen, dass man am Anfang des Quartal durchkommt um einen Termin zu bekommen.
        HG Hans

      • Das mache ich mit Sicherheit.

        Abseits vom Thema: habe eben Emails bezüglich der Kommentare bekommen, wobei einer davon von mir. Ist es Absicht, ein Bug bzw. dir bekannt, dass man bei eigenen Kommentaren auch benachrichtigt wird? Nehme an, dass es an dem Plugin liegt?!

  • Ich bin mit meinem Arzt sehr zufrieden und traue ihm. Ich war vorher bei zwei anderen Ärzten gewesen die mir nicht so gefallen haben. Aber da denkt jeder mit Sicherheit anders. Allerdings bin ich froh über die Ärzte hier zu Lande. Wer im Ausland schon einmal beim Arzt war oder sogar wie ich im Krankenhaus operiert wurde der weiß was ich meine :)

  • […] Ich möchte mit diesem Blogartikel ein paar Gedanken und die ein oder andere persönliche Erfahrung zum Thema: Was tun bei Fehlentscheidungen, Rückschlägen und Kritik? teilen. Es sind meine Gedanken und Erfahrungen. Sie haben keine Allgemeingültigkeit. Andere Menschen mögen einen anderen Weg gehen und anders denken.  Alles andere überlasse ich den Therapeuten und Ärzten. […]

  • Ich muss sagen, das ich von einigen Dingen aus der Medizin wirklich nicht viel halte, beispielsweise über Antibiotika hört man auch immer wieder negatives. Aber dann sind da noch die Krankheiten, bei denen ich unbedingt zum Arzt gehen würde, besonders dann, wenn diese gefährlich sein könnten.
    Bei ungefährlichen Krankheiten experimentiere ich sehr gerne, und informiere mich im Internet über homöopathische Anwendungen, die ich dann meist teste.

    Ich habe aber deswegen noch lange nichts gegen Ärzte, im Gegenteil, mein Hausarzt hat mir schon sehr oft geholfen, und allgemein ist die Beziehung sehr gut.

    Das mir Privatpatienten vorgezogen wurden habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht bemerkt, auch wenn sich viele Leute darüber beschweren :)

    Schöne Grüße,

    Julius

    • Hallo Julius,

      und danke für deinen Kommentar.
      Die Gesundheit beziehungsweise Krankheit ist etwas, wo ich nicht experimentiere und wenn doch, dann würde ich das immer mit meinem Arzt besprechen. Wir kennen uns schon 30 Jahre.

      Bei einem Schnupfen wende ich gute, alte Hausmittel an, aber die haben sich ja auch bewährt.

      Schönes Wochenende und LG Hans

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