Schreibstil im Blog – Etepetete oder grade heraus?

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Heute soll es darum gehen, mal zu gucken, wie wir schreiben. Es spielt fast keine Rolle, welchen Themas wir uns im Blog annehmen. Jeder Blogger hat (hoffentlich) so seine eigene Art zu schreiben. Er hat seinen individuellen Stil seine Gedanken textlich zu verfassen und ins Blog zu bringen. Hat er den bewusst, oder schreibt eigentlich sein Bauch?

Und wer nun denkt, dass Thema: Schreibstil im Blog könnte ein typisches WebmasterFriday Thema sein, der wird mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass ich diese Annahme bestätigen kann. Der Martin bekundet, dass er nach den persönlichen Schreibstil-Vorlieben der Blogger dürstet und stellt daher konkretisierend ein paar Fragen, derer man sich bedienen kann.

Ist man eher der „deftige Frei-Schnauze-Blogger“? Bringt man seine gedanklichen Ergüsse lieber Niveauvoll und geschwollen zu Blog? Oder kurz, knackig und schwungvoll?  Es mag mitunter schwierig sein, den Lesern das geeignet vor zu setzen, was man eigentlich sagen und vermitteln will. Wichtig ist – so oder so – so zu schreiben, dass der Leser alles versteht. Andernfalls verfehlt der Beitrag sein Ziel (seinen Sinn). Was auch immer das sein mag. Lehren, unterhaltsam sein, informieren.  Das gilt insbesondere für Blogs, die echtes Wissen vermitteln wollen. Ein Text sollte kompakt und möglichst präzise sein.

Wie schreibt ihr?

Jo, wie drücke ich nun aus, wie ich selber denke, dass ich meine Gedanken textlich verfasse und in das Medium Webtagebuch bringe. Also das ganz schreibengeschwollene mag ich nicht und Etepetete liegt mir auch nicht. Nach meinem persönlichen Empfinden versuche ich mir einen eigenen Schreibstil zu bewahren, der durchaus ein gewisses Niveau haben soll, ohne aber groß darüber nachdenken zu müssen/wollen. Ich kann also eigentlich sagen, ich schreib, wie mir der Blogschnabel gewachsen ist. Gerne darf da auch – wenn es mir angebracht erscheint – eine Prise Humor dabei sein.

Und was lest ihr gerne bei anderen? Mögt ihr eher die anspruchsvolle Sprache, mit verschachtelten Sätzen…

Da kommt es unbedingt darauf an, welche Art von Blog ich lese. Alles zu seiner Zeit, und abhängig vom Thema. Ich mag durchaus anspruchsvollere Texte. Das Thema verschachtelte Sätze ist wohl ein Thema für mich, denn im Nachhinein ertappe ich mich doch hier und da mal, und sage, kürzere Sätze tun es auch und sind lesbarer. Da habe ich noch unbedingt Verbesserungsbedarf und Potential.

Oder bevorzugt ihr “frei-Schnauze-Sprache”? Stören Euch Flüche oder Schimpfwörter?

Boah eyh, watt ist denn das für ne bekloppte Frage? Was soll denn der Scheiß? Kriegt der da nichts gescheites auf die Reihe? Ok OK,Wenn ich frei Schnauze und Flüche und Schimpfwörter mal als „deftigere“ Sprache werte, dann bevorzuge ich das offen gesagt nicht. Mir macht es nichts, wenn mal jemand flucht oder meinetwegen auch Scheiße sagt, aber da kommt es auch ein wenig auf die Dosierung an. Dieser kraftvolle Sprachstil sorgt sicher für Authentizität, aber nicht immer gereicht das dem Blogger zum Vorteil.

Ob ich das was ich gerne lese für mich und meinen Stil nutze?

Vielleicht unterbewusst. Aber nie gezielt. Ich denke manchmal, hoffentlich gefällt den Lesern, was ich da so verzapfe. Ich weiß aber auch, dass man nicht everybodys darling sein kann. Und schon mal gar nicht perfekt. Also, nicht jedem wird meine Art zu schreiben. gefallen. Das ist aber auch OK so. Ich versuche authentisch zu sein, ich zu bleiben und zu schreiben, was ich denke. Wenn jemand sagt, meine Beiträge seien durchaus informativ, abwechslungsreich und unterhaltsam, dann darf er sich meines Dankes gewiss sein. Dann hab ich ein wenig erreicht.

Alle sind eingeladen, sich am Webmasterfriday zu beteiligen.

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Alle sind eingeladen, zu feedbacken. Beide Einladungen sind herzlich.

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Hans

Ich bin 1961 geboren und ein großes Interesse gilt dem Bloggen, Foren und dem Internet mit vielen seiner vielfältigen Facetten. Über das Bloggen kann man unter anderem viele interessante und tolle Menschen kennen lernen.

24 KommentareIch freue mich über jeden Kommentar

  • Hallo Hans,
    also mir gefällt dein Schreibstil schon mal :-)
    Generell denke ich auch, dass man zwischen Kraftausdrücken und fein ziseliertem Schriftgut ein gesundes Mittelmaß finden muss. Ein bisschen Humor, wie bei dir, kann auch nichts schaden.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina, danke für Dein freundliches Feedback. Ja, Humor ist sicher nicht das schlechteste. OK, manchmal ist er natürlich auch unangebracht. Ein schönes Wochenende und einen herzlichen dankenden Gruß Hans

  • Hallo Hans,
    ich komme mit deiner Schreibe auch sehr gut zurecht und mag deinen Schreibstil. Gut finde ich auch, wenn ich nicht jedes Mal zum Duden greifen muss, um bestimmte Wörter nachzuschlagen. Wenn es so ist, dann ist es auch nicht so arg schlimm.

    Habe auch bei diesem WebmasterFriday mitgemacht und alle Teilnehmer verlinkt, auf meinem Joomla-Blog, den ich hier in der URL habe.

    • Hallo Alex, hab ich schon gesehen und auch bereits kommentiert https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif Also, ich hab auch schon mal nen Duden zur Hilfe, weil ich manchmal doch nachschlage, wenn ich nicht so ganz sicher bin. Aber eher selten. Ich finde, der Bauch hat schon recht häufig recht.
      HG Hans

  • Ja, danke für deine Kommentare in meinem Joomla-Blog, habe auch zurückkommentiert.

    Also ich nutze dann schnell Online-Duden, wenn ich bestimmte Wörter nicht genau kenne oder nicht weiss, wie ich was zu schreiben habe. Ich habe mir zwar nach 19 Jahren der BRD sehr viele Artikel wie der, die, das eingeprägt, aber es gibt Wörter, wo ich mir als Nicht-Muttersprachler nicht sicher bin und da schlage ich dann im Online-Duden gerne nach.

  • Also erstmal: Ich finde deinen Schreibstil sehr gut. Er ist verständlich, unkompliziert und man merkt gleichzeitig, dass da jemand an der Tastatur saß, der was im Kopf hat.
    Ich denke schon, dass ich in meinem Stil immer ein bisschen davon beeinflusst bin, welches Buch ich gerade lese. (Gerade lese ich einen niederbayerischen Krimi – bin gespannt, wie sich das auswirken wird …)
    Aber solche Beeinflussungen dauern nie lange an, spätestens beim nächsten Buch fängt hat wieder ein anderer Stil eine Chance, mein Sprach- und Schreibzentrum zu erreichen ;-)
    LG
    Sabienes

    • Hallo Sabienes, wollt eigentlich nicht „for compliments fishen“, aber ich danke Dir dennoch sehr herzlich, und freuen tut es einen ja schließlich auch. Dass ich Deinen Stil ebenfalls als gut und verständlich erachte sei hiermit gerne noch mal bestätigt. Dann werde ich mal im Auge behalten, ob die nächsten Beiträge einen niederbayrischen Slang haben. Muss ja nicht verkehrt https://www.tages-gedanken.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif sein. LG Hans

  • Da musste ich doch gleich mal bei dir lesen kommen und kann nur sagen, dass mir so der erste Artikel, den ich hier gelesen haben, gefällt. :) – Auf deine Fragen antworte ich bei mir, damit der Zusammenhang gegeben ist.

  • Hi Hans,

    na, Deinen Schreibstil mag ich auch sehr gut leiden… ich komme ja immer wieder gerne hier vorbei.

    Jetzt habe ich schon wieder einen Webmaster Friday verpasst… im Moment ist das wirklich schlimm bei mir – nur Stress. Aber mein Beitrag wäre Deinem sehr ähnlich gewesen.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,
      na da freue ich mich doch sehr. Das ist übrigens doch bestimmt kein Problem noch einen Beitrag zu schreiben. Das machen einige auch nach dem Freitag. Also, falls Du es zeitlich noch unterbringen kannst, würde ich es machen. Aber wenn es in Stress ausartet…..
      Schönen ersten Advent, und danke herzlich für Dein Feedback.

  • Ich denke wir sollten uns treu bleiben… und dies auch bei unseren Schreibstil und den Inhalt des Blogartikels.
    Bei fachlichen Artikel darf es ruhig etwas wissenschaftlicher zugehen. Bei privaten Blogs kann ich darauf allerdings verzichten und liebe dort die Leseleichtigkeit.
    Ein paar Rechtschreibfehler stören mich da weniger.

    lg und einen schönen 1. Advent

    • Hallo karin,
      sich treu zu bleiben ist ein wichtiger Faktor, dann bleibt die Leichtigkeit von selbst, so sie denn mal da war. Ich glaub auch, dass Stammleser ein ziemlich feines Gespür haben, sollte sich der Stil (aus welchen Gründen auch immer) mal ändern. Danke für Deinen Kommentar. Einen schönen restlichen Adventssonntag noch. LG Hans

  • Mir gefällt wie du schreibst und um ehrlich zu sein finde ich es schön, dass jeder seinen eigenen Stil hat – wenn ich überall das Gleiche lesen müsste, würde mir sicher schnell langweilig werden ;)
    Daher sollte doch jeder so schreiben, wie er es für richtig hält.

    • Kuckuck, danke sehr herzlich. Ja, es wäre schon ganz schön fad, wenn es keine individuell schreibende Blogger gäb. Es wäre doch bestimmt mal interressant irgendwo gebündelt „anonyme“ Blogbeiträge seiner gern gelesenen Blogger zu veröffentlichen, und zu schauen, wie viele man zuordnen kann. OK, das gedankliche Konstrukt geht Richtung utopisch…
      HG Hans

  • Schöner Artikel zum Webmasterfriday!
    Was mir an einem Blogartikel beim lesen wichtig ist, ist das er gut strukturiert ist. Das versuche ich selber auch immer hinzubekommen.

    Zum Thema Flücke und Vulgärsprache:
    Stört mich aus folgendem Grund:

    Der Inhalt und Mehrwert für den Leser fehlt!

    Darüber habe ich mich sehr ausführlich in meinem Artikel zum Webmasterfriday ausgelassen ;)

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